Öffnungszeiten:

täglich von  9°°-17°°

Faschingsdienstag, Karfreitag, 01.05., 01.11., 24./25.12., 31.12., 01.01. geschlossen

 

Anschrift:

Deutsches München

Museumsinsel 1

80538 München

Tel.: +49 (0) 89 - 21791

Fax: +49 (0) 89 - 2179324

Internet: http://www.deutschesmuseum.de

Militärische Historie laut Bordbuch:

am Zuteilung  
09.10.1945 Armee de l´Air France - Bestellung  
30.02.1947 Distribution de l'Air - Auslieferung   
Bordbuch Nr. 1 Einträge für Frankreich-Einsatz fehlen  
Bordbuch Nr. 2 für Nordafrika-/Indochina-Einsatz   
04.04.1952 AIA Blida Wartung  
04.06.1952 EAA 3/615
18.06.1952 AIA N°2 Überarbeitung/Nachbesserung  
17.07.1952 EAA 3/615  
27.07.1952 AIA Blida Maschine außer Betrieb genommen/eingelagert  
06.05.1953 AIA Blida Grundüberholung und provisorische Zuordnung zur 3/615  
05.06.1953 EAA 3/615  
09.06.1953 GLA 45
17.12.1955 GOM 86
23.12.1955 AIA Blida Wartung (zugeordnet GOM N°86)  
15.02.1956 GSRA Tunis  
10.03.1956 GSRA 76
07.08.1956 ESRA 78  
09.08.1956 AIA Blida außer Betrieb genommen/eingelagert  
12.11.1956 AIA Blida Wartung und wieder Inbetriebnahme  
11.12.1956 Zuordnung GSAR 78 TINDOUF
24.07.1957 EAA 1/615 Blida  
10.08.1957 AEGAA 1/631
13.08.1957 EAA 601
bis 09.09.1957    
EAA = Entrepôts de l'Armée de l'Air
AIA = Ateliers industriels de l’Air Historie erstellt
AEGAA = Entrepôt Général de l’Armée de l’Air am:  14.05.2021
GSRA = Groupes Sahariens de Reconnaissance et d'Appui von: Bernd Pirkl
ESRA = Entrepôts Sahariens de Reconnaissance et d'Appui
GOM = Groupe Aérien d'Outre Mer

 

Kurz-Historie der Maschine:

 

Die AAC1 mit der Seriennummer 363 wurde am 09.10.1945 von der Armee de l´Air France bestellt und hatte ihren Erstflug am 30.02.1947. Sie gehörte schon zu den letzten Maschinen, die von diesem Typ gebaut wurden. Bis März 1952 wurde die Maschine in Frankreich eingesetzt. Ab April 1952 wurde die Maschine nach Nordafrika versetzt und in Blida überarbeitet. Anfang 1953 wurde sie in Blida/Algerien generalüberholt. Die Maschine wurde für die Französische Luftwaffe produziert und wurde von dieser 1957 außer Dienst gestellt. Sie war unter anderem in Algerien bei der GSRA 76 und 78 im Einsatz. Die genaue Militär-Historie emntnehmen sie der oben aufgeführten Liste. Eine zivile Zulassung durch die Air France bekam die 363 nicht. Am 11.09.1957 ging die Maschine mit einem symbolischen Preis von 1 France mit einem kleinen Festackt in den Besitz des Deutschen Museums über und war die erste "Ju52" die wieder nach Deutschland "zurück" kam. Die Maschine wurde nach München/Riem fliegerisch überführt und war in Begleitung der Seriennummer 294 als Formationsflug angekommen. Am 28.03.1958 wurde sie nach einer Restaurierungs- und Umbauphase in der alten Luftfahrthalle im Deutschen Museum mit dem abgebauten rechten Flügel vor- /ausgestellt. Sie bekam das Aussehen einer Lufthansamaschine. Der rechte Flügel wurde in Luftwaffenlackierung bis 1983 im Luftwaffenmuseum Uetersen ausgestellt. Von 1983 bis 1984 wurde die Maschine wieder restauriert. Diesmal in den Originalzustand der Armee de l´Air. Auch der ausgeliehene Flügel kam wieder an die Maschine zurück und somit wurde sie ab 1984 in der neuen Luft- und Raumfahrtabteilung im 1 OG. begehbar ausgestellt. Die Maschine wurde zur besseren Veranschaulichung der Funktionen zum Teil geöffnet und Bleche demontiert. Die AAC1 in München besitzt französische Motoren der Firma SNECMA, die bis auf geringe Änderungen dem BMW 132 Z3 entsprechen. 2015 wurde die Maschine zerlegt und in ein Depot ausgelagert, um eine Renovierung des Museums möglich zu machen. Der palnmäßige Rücktransport ins Haupthaus fand am Sontag den 29.08.2021 statt. In den folgenden Wochen wurde die Maschine zusammengebaut und wieder an ihren alten Ausstellungsort im Museum gehoben. Bei der Zwischenlagerung im Haupthaus vor dem Zusammenbau wurde von Bernd Pirkl festgestellt, dass das Tragwerkmittelstück der 363 von der 364 stammt, da das Teileschid des Tragwerkmittelstücks die Produktionsnummer der 364 enthält. Da das Tragwerkmittelstück, also die Einheit an das die Flügel anmontiert werden, eigentlich fest mit dem Rumpf verbunden ist, kann man davon ausgehen, dass der Rumpf der 363 bei der Überholung 1956 in Blida ganz oder teilweise mit dem Rumpf der 364 ausgetauscht wurde, die wegen Korrosion 1956 außer Dienst gestellt wurde und als Ersatzteilspender in Blida fungierte. Weiterhin ist auch das Seitenruder nicht mehr von der 363. Hier ist allerdings eine exakte Zuordnung nicht möglich. Wahrscheinlich stammt das Ruder aus der 2xx Serie, das durch einen Bildnachweis belegt wird. Das H auf dem Seitenleitwerk weißt wiederum nicht auf die 363 hin und könnte von der 364 stammen. Somit hat die 363 Teile von mindestens 3 verschiedenen Maschinen und es ist davon auszugehen, dass die Armee de l´Air beim Überholen der Maschinen das gleiche System wie C.A.S.A. benutzt hat, nämlich die Maschine immer auf der urspünglichen Seriennummer weiter zu führen, egal welche Bauteile ausgetauscht wurden. Beim Transport zurück ins Haupthaus wurden auch die struckturellen Schäden der Maschine sichtbar. Der tägliche Besucherverkehr durch die Eingangstür und Ladeklappe hinterlies an der Maschine deutlich sichtbare strukturelle Verformungen an den Trägern unterhalb der Kanten.

 

Vermutlich ab Anfang 2022 wird die Maschine und die Austellung wieder der Öffentlichkeit zugänglich sein.

 

Bild1